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Ernährungsberatung

Laktosefrei: Sinn oder Unsinn?

Es gibt immer mehr Menschen, die keine Laktose verwerten können. Laktose (Milchzucker) wird, wenn er im Dünndarm nicht aufgespalten wird, weiter in den Dickdarm transportiert und dort von Bakterien verwertet. Folgen sind Bauchschmerzen, Blähungen, Durchfall, etc. Für Patienten mit einer Laktoseverwertungsstörung (Laktosemalabsorption) gibt es nur eine Therapieform: Eine laktosefreie bzw. – arme Ernährung. Die Lebensmittelindustrie ist auf diesen Zug aufgesprungen und bringt immer wieder neue Produkte mit dem Aufdruck „laktosefrei“ auf dem Markt. Kann sich ein Patient darauf verlassen? Sind alle Produkte sinnvoll?

„Laktosefrei“ bedeutet nicht, dass kein Milchzucker mehr enthalten ist. Produkte, welche unter 0,1 g Laktose enthalten, dürfen als laktosefrei bezeichnet werden. Zudem sind laktosefreie Produkte oft überteuert. Durchschnittlich müssen Verbraucher für laktosefrei deklarierte Produkte 2,4-mal so viel zahlen (MARKTCHECK VERBRAUCHERZENTRALE HAMBURG). Viele Lebensmittel enthalten von Natur aus sehr wenig, bzw. keine Laktose. Jeder Patient ist individuell und toleriert unterschiedliche Mengen an Milchzucker.

Hier einige Beispiele von überteuerten Produkten (Quelle: VERBRAUCHERZENTRALE HAMBURG):

Bei Milch, Joghurt, Quark und Sahne macht es Sinn sich für die laktosefreie Variante zu entscheiden. Diese Produkte enthalten in ihrer üblichen Form meist viel Laktose. „Jedoch sollte jeder Patient selbst austesten bis zu welcher Toleranzgrenze er laktosehaltige Milchprodukte verträgt.“, rät Alina Schwiontek, Ernährungsberaterin der Darmstädter Kinderkliniken.

Quelle: PRESSEMITTTEILUNG DER VZ HAMBURG: LAKTOSEFREIE LEBENSMITTEL SIND TEUER UND OFT ÜBERFLÜSSIG (19.07.2012)


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