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Pädiatrisches Zentrum für Schlucken und Essen (PÄDY)

Diagnostik

Bevor mit einer Therapie begonnen werden kann ist eine gründliche Diagnostik notwendig. Dabei werden insbesondere die Schluckfunktion, das Essverhalten, die Eltern-Kind-Beziehung und die medizinische Situation erfasst. Um ihrem Kind eine sichere Behandlung anbieten zu können, ist es wichtig im Vorhinein Kontraindikationen auszuschließen. Invasive Diagnostiken werden nach Möglichkeit vermieden. Befunden von anderen Zentren werden berücksichtigt, um Belastungen durch doppelte Erhebungen zu vermeiden.

Ablaufplan der Interdisziplinären Diagnostik

Diagnostisches Konsil

Die Unterlagen (siehe Anamnese) werden von einem Psychologen/ einer Sozialpädagogin, einer Sprachtherapeutin/Logopädin und zwei Ärzten (Neuropädiater/ päd. Gastroenterologe) gesichtet. Danach erfolgt eine Terminvergabe im Rahmen unserer Ambulanzen für Dysphagie, frühkindliche Fütterstörung und Sondenentwöhnungen.

Diagnostischer Vorstellungstermin

Der Vorstellungstermin erfolgt in der Regel ambulant. Bei einer komplizierten Indikation oder weiter Anreise, kann eine stationäre Aufnahme für 2-4 Tage besprochen werden. Im Rahmen des Vorstellungstermins werden eine medizinische Untersuchung, eine klinische Schluckuntersuchung und eine psychologische Diagnostik durchgeführt. Zu diesem Termin bitten wir Folgendes mitzubringen:

Die Termine mit den Ärzten und Therapeuten werden entweder nacheinander oder gemeinsam durchgeführt. Unter Umständen kann eine Teilnahme am „Spielpicknick“ erfolgen. Die Diagnostik ist notwendigerweise interdisziplinär angelegt. Jeder Therapeut wird sie im Verlauf des Diagnostiktermins kennenlernen. Die Ergebnisse werden unter den Therapeuten und Ärzten kommuniziert und mit Ihnen diskutiert. Wir möchten Ihnen mit ein paar Schlagworten die einzelnen Arbeitsfelder vorstellen:

Dysphagiediagnostik

Schlucken ist lebensnotwendig um den Körper mit Nahrung und Flüssigkeiten zu versorgen. Dysphagie bedeutet Schluckstörung. Schluckstörungen können gravierende medizinische und psychosoziale Auswirkungen für die betroffenen Kinder und Familien haben. Es kann zu Mangel- und Fehlernährungen, Lungenentzündungen und Stresssituationen in der Familie kommen. Aus diesen Gründen ist eine eingehende Abklärung notwendig. Zunächst wird eine klinische Abklärung der Schluckfunktionen durchgeführt (= keine Bildgebung; keine Apparate). Besteht nach Erhebung der Anamnese, des Ernährungsstatus und bei Auftreten bestimmter Symptome der dringende Verdacht auf Aspiration (=Nahrung/Flüssigkeit gelangt in die Lunge) wird eine apparative, bildgebende Diagnostik empfohlen. Dies kann eine Videoendoskopische Schluckuntersuchung oder eine videofluoroskopische Schluckuntersuchung sein. Die Entscheidung über das passende Verfahren wird für jedes Kind individuell getroffen.

Zu jeder bildgebenden Schluckdiagnostik gehört eine zielgerichtete Therapieplanung mit konkreten, individuell abgestimmten Empfehlungen. Diese können wir im Rahmen einer „Intensiv-Schluckwoche“ leisten, bei der wir die Familien im Umgang mit der Störung beraten und anleiten. In Einzelfällen kann eine ambulant stattfindende Videofluoroskopie empfohlen werden, bei der keine Therapieempfehlungen unter Anleitung abgegeben werden können.

Neuropädiatrie

Um die Therapie optimal auf das Kind ausrichten zu können muss man seinen Entwicklungsstand kennen. Im Rahmen der Neuropädiatrischen Diagnostik wird dieser mit ihnen gemeinsam erhoben. Des Weiteren wird nach bestimmten Hirnfunktionellen Störungen gescreent, die die Nahrungsaufnahme stören können.

Gastroenterologie/ Ernährungsmedizin

Der funktionelle Aspekt der Ernährung und Verdauung wird im Rahmen der Gastroenterologie abgeklärt. Hier soll im Vorhinein untersucht werden, ob einer Störung des Verdauungstrakts den Transport oder die Verwertung behindern könnten. Zudem werden Unverträglichkeiten, Allergien und das Ernährungsmanagement besprochen.

Weitere pädiatrische Diagnostik

Neben diesen stehen im Haus weitere Fachärzte für pädiatrische Pulmologie, Kardiologie, Nephrologie, Neonatologie zur Verfügung. Damit kann ein weites Spektrum an medizinischen Diagnosen abgedeckt werden.

Essverhaltensdiagnostik

Vor der Aufnahme zur Diagnostik wird Ihnen ein Fragebogen zugesandt mit dem einzelne Aspekte der Problematik erfasst und im Verlauf dokumentiert werden soll. Bei einem Diagnostiktermin würden wir gerne Sie und Ihr Kind in der Esssituation erleben. Sollte Ihr Kind per Sonde ernährt werden und nur wenig oder keine Mahlzeit oral zu sich nehme, würden wir nach Möglichkeiten suchen in der vielleicht doch ein Löffel gegessen werden kann. Des Weiteren führen wir mit Ihnen ein Gespräch über die Essentwicklung. ihres Kindes.

Psychologische Diagnostik

Wir wissen, dass eine Fütterstörung oder Sondenernährung eine große Belastung für Eltern und Kinder darstellt. Wir wissen aber auch, dass Sie als Eltern große Stärken haben, die zu oft übersehen werden. Wir möchten Sie und ihr Kind mit ihren Stärken und ihren Belastungen kennen lernen. Dafür steht uns die psychologische Diagnostik zur Verfügung.

Im Abschluss an jeden Diagnostischen Baustein erhalten Sie ein kurzes Feedback über den ersten Eindruck. In einem Abschlussbericht werden alle diagnostischen Ergebnisse zusammengefasst.


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