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Katrin Teuber
EEG-Assistentin
Klaudia Grzegorczyk
EEG-Assistentin

Sozialpädiatrisches Zentrum

Neuropädiatrie / Epilepsieambulanz

Neuropädiatrie

Neuropädiatrie (Kinderneurologie) befasst sich mit Krankheiten des Nervensystems, also des Gehirns, des Rückenmarks und der peripheren Nerven sowie der Muskulatur. Hierzu zählen:

Um eine Diagnose stellen zu können erhebt der Arzt mit Ihnen und Ihrem Kind eine ausführliche Anamnese. Es erfolgt eine detaillierte Durchsicht aller Vorbefunde. Ihr Kind wird ausführlich körperlich und neurologisch untersucht. Ggf. erfolgt auch eine entwicklungsneurologische Untersuchung (Griffth-Skalen, freie Spielbeobachtung). Die Untersuchung umfasst eine orientierende Sinnesprüfung sowie eine Interaktions-/Kommunikationsbeobachtung und orientierende Sprachprüfung.

In Abhängigkeit von den erhobenen Befunden wird die weiterführende medizinische Diagnostik im Sinne einer Stufendiagnostik (EEG-Ableitung, humangenetische Vorstellung, neurometabolische Blut- und Urinuntersuchungen, neuroorthopädische Sprechstunde im Sozialpädiatrischen Zentrum sowie Schädel-MRT, Sonographie, Liquoruntersuchungen, Augenarzt, HNO-Arzt über Kooperationspartner mit Unterstützung der zuständigen Kinder- und Jungedärzte) geplant und koordiniert. In den meisten Fällen erfolgt diese Diagnostik ambulant, bei Notfällen oder komplexeren Krankheitsbildern wird eine stationäre Aufnahme in der Kinderklinik veranlasst.

Epilepsieambulanz mit EEG-Abteilung

Epilepsieambulanz

In der Epilepsieambulanz können Kinder und Jugendliche mit anfallsverdächtigen Ereignissen oder Bewegungsmustern zur Abklärung vorgestellt werden. Es besteht eine enge Kooperation mit anderen Fachbereichen des Sozialpädiatrischen Zentrums. Um eine Epilepsie von nicht-epileptischen Phänomen abgrenzen zu können, erhebt der Arzt mit Ihnen und Ihrem Kind eine ausführliche Anamnese. Es erfolgen eine umfassende körperliche und neurologische Untersuchung sowie eine EEG-Ableitung. Im Anschluss werden die erhobenen Befunde mit Ihnen besprochen und ggf. eine Therapie eingeleitet.

Epilepsiekranke Kinder und Jugendliche werden in der Epilepsieambulanz langfristig betreut. Sie haben ein erhöhtes Risiko zusätzliche Auffälligkeiten wie Konzentrationsstörungen, Verhaltensauffälligkeiten oder Teilleistungsstörungen zu entwickeln. Daher erfolgt bei Bedarf eine interdisziplinäre Behandlung mit anderen Fachbereichen (Psychologie, Sozialpädagogik) des Sozialpädiatrischen Zentrums.

EEG-Abteilung

Die Abkürzung EEG steht für Elektroenzephalogramm, die Hirnstromableitung. Das menschliche Gehirn funktioniert durch die Übertragung von sehr schwachen Strömen. Mit dem unserem digitalen Video-EEG kann ein Anfallsleiden gefilmt und synchron die Hirnstromkurve aufgezeichnet werden.

Im EEG-Labor werden Wach- und Schlafableitungen ab dem Neugeborenenalter bis zur Adoleszenz registriert. Indikationen für diese Untersuchung sind neben der Diagnostik cerebraler Anfallsleiden (Epilepsien), die Abklärung von Kopfschmerzen, schweren Sprachstörungen, Konzentrationsstörungen sowie spezielle Fragestellung bei Schädelhirntraumen, Stoffwechselstörungen und akuten ZNS-Erkrankungen (z.B. Hirnhautentzündung, Enzephalitis).

Die Kinder sitzen oder liegen während der EEG-Ableitung auf einer Liege oder einem Liegesessel. Säuglinge oder Kleinkinder können manchmal auch auf dem Arm der Mutter bleiben. Auf der Kopfhaut werden kleine Knöpfe (Elektroden) mit einer Haube befestigt. Sie sind über dünne Kabel mit dem EEG-Gerät verbunden (siehe Fotos), welches die Hirnströme aufzeichnet. Es wird kein Strom an den Körper gebracht. Die Untersuchung ist vollkommen ungefährlich und tut nicht weh, lediglich die Elektroden können etwas unangenehm drücken. Kleinkinder ängstigen eher die ungewohnten Handgriffe am Kopf, besonders beim erstmaligen Anlegen der Haube. Daher sollten die Kinder möglichst von der vertrautesten Person begleitet werden. Meistens lassen sich die Kinder gut ablenken und beruhigen. Bei Neugeborenen, Säuglingen und Kleinkindern, die sich schlecht beruhigen lassen erfolgt die Ableitung im Schlaf.

Die EEG-Ableitung selbst dauert etwa 20 Minuten. Kinder ab etwa vier Jahren werden dabei noch zu einer "Hyperventilation" angehalten, das heißt, etwa drei Minuten lang tief ein- und auszuatmen. Sie werden auch für kurze Zeit mit einer Lampe flackernden Lichtreizen ausgesetzt, einer "Fotostimulation".

Wichtig ist, dass die Kinder möglichst ruhig sitzen bleiben und nach Möglichkeit wenigstens zeitweise die Augen schließen. Einschlafen kann dabei erwünscht sein.


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