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S. LässigS. Lässig
Bobath- und Vojta-Therapeutin
S. Göthling
Physiotherapeutin, Manuelle Therapie, Lymphdrainage, Craniosacrale Therapie

Sozialpädiatrisches Zentrum

Physiotherapie

Was ist Physiotherapie?

Physiotherapie (=Krankengymnastik) will die Bewegungsfreude und die motorische Aktivität der Kinder verbessern, wenn der Arzt eine Bewegungs- oder Körperhaltungsstörung festgestellt hat.

Welche Kinder werden therapiert?

Kinder können bei einer entsprechenden medizinischen Notwendigkeit ab dem Neugeborenenalter therapiert werden. Indikationen sind z.B. Bewegungs- oder Haltungsasymmetrien, motorische Entwicklungsverzögerungen, Störungen der zentralen Bewegungskoordination, Muskelkrankheiten, Fehlbildungen des muskuloskelettalen Systems, Körperlähmungen, Zerebralparesen.

Wie läuft eine Behandlung ab?

Am Beginn werden die Spontanmotorik, die Reflexe, bei Säuglingen die Lagereaktionen, der Gelenk- und Muskelstatus und die motorische Entwicklung beurteilt. Behandelt wird im SPZ nach den Methoden von V. Vojta oder B. Bobath. Bei beiden Behandlungsverfahren werden die Eltern gleich zu Beginn mit einbezogen. Hilfsmittel wie Orthesen, Sitzversorgung, Badehilfen, Geh- oder Stehhilfen werden gemeinsam besprochen, vom Arzt verordnet und die sachgerechte Ausführung überprüft. Bei Kindern mit einer Zerebralparese wird eine Botulinumtoxin-Therapie mit dem Arzt abgestimmt und begleitet.

Behandlungsmethoden

Die Behandlung nach Vojta

Die Vojta Therapie nach Prof. Dr. V. Vojta (Prager Neurologe und Kinderneurologe) regt das Gehirn an, angeborene, gespeicherte Bewegungsmuster zu aktivieren.

Aus dem sogenannten Reflexkriechen und Reflexumdrehen werden die Voraussetzungen für jede Fortbewegung gebahnt. Diese Voraussetzungen sind die automatische Steuerung des Gleichgewichts, die Aufrichtung gegen die Schwerkraft und die zielgerichteten Greif- und Schrittbewegungen der Extremitäten.

Nach der Behandlungsaufnahme beraten wir die Eltern und leiten sie in der Therapie an.

Die Eltern führen dann regelmäßig die Therapie zu Hause selbstständig durch.

Die Behandlung nach Bobath

Ziel ist die Förderung von alltagstauglichen Bewegungs- und Handlungsabläufen.

Die Eltern werden von Anfang an in die Therapie miteinbezogen. Das Handling gibt Eltern Tipps, in alltäglichen Abläufen die Entwicklung des Kindes zu fördern (z.B. wie wird das Kind getragen, gewaschen , gefüttert oder wie schafft man haltungs- und bewegungsfördernde Spielsituationen). Hierbei steht die Optimierung der Haltungskontrolle in verschiedenen Positionen sowie die Förderung von Aufrichtung und Fortbewegung im Mittelpunkt. Im Unterschied zu anderen Therapiekonzepten gibt es im Bobath- Konzept keine standardisierten Übungen, sondern es stehen individuelle und alltagsbezogene therapeutische Aktivitäten im Vordergrund, die günstige Voraussetzungen für sensomotorisches Lernen herstellen.


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